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Der BDS - Partner der Selbständigen

Finanzielle Förderung für Einbruchschutz


Foto: Petra Bork / pixelio.de Die Schubladen durchwühlt, die Habseligkeiten auf dem Boden verstreut und Wertgegenstände gestohlen. So sieht der Alptraum aus, den im vergangenen Jahr 5819 Menschen in Rheinland-Pfalz erleben mussten. Einbrüche sind für die Opfer eine schlimme Erfahrung, das Gefühl der Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist beschädigt. Mit nur 13,9 Prozent ist die Aufklärungsquote bei Einbrüchen sehr gering. Der Bund der Selbständigen fordert nun eine finanzielle Förderung für den Einbruchschutz.

Viele Einbrüche ließen sich durch einen verbesserten Schutz von Fenstern und Türen vermeiden, sagt Lars Norden, Inhaber von SiTech Consulting Alarm- und Sicherheitstechnik: „Die Statistik zeigt, dass bereits 40 Prozent der Einbruchsversuche an gut verriegelten Fenstern und Türen scheitern. Einbruchschutz lohnt sich also“. In Anbetracht der Professionalisierung der Täter und der geringen Aufklärungsquoten erhält der Schutz der eigenen vier Wände einen immer höheren Stellenwert. Dies gilt sowohl für Neubauten als auch für bereits bestehende Gebäude.
„Bei der Sanierung von Wohnungen und Häusern sollte man direkt auch einbruchhemmende Türen und Fenster einbauen. Aber auch bereits vorhandene Türen und Fenster lassen sich sehr gut nachrüsten. Oft schreckt es die Einbrecher schon ab wenn sie merken, dass der Zugang zum Gebäude schwierig ist“, erklärt der Sicherheitsexperte Norden. Viele Hauseigentümer sind sich des Risikos eines Einbruches bewusst, wissen jedoch nicht wie sie sich davor schützen können oder scheuen die Kosten von Sicherungsmaßnahmen.

„Wir können nicht weiter zusehen, wie organisierte Banden in Häuser und Wohnungen einbrechen. Die Hilflosigkeit mit der wir den zahlreichen Einbrüchen gegenüberstehen, muss überwunden werden. Wir schlagen vor, Sicherungsmaßnahmen an Wohnungen und Häusern staatlich zu fördern“, beschreibt Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. eine mögliche Lösung. Neben der erhöhten Sicherheit für die Hauseigentümer sei ein Vorteil eines solchen Förderprogrammes, dass die Aufträge meist an regionale Unternehmen vergeben werden und so die Wirtschaft gestärkt werde, so Gatterer weiter. Die Förderung könne sowohl über die steuerliche Absetzbarkeit von Sicherungsmaßnahmen als auch über einen direkten Zuschuss erfolgen, sagt Gatterer. „Wichtig ist, dass wir nicht monatelang diskutieren sondern schnell eine Lösung finden und so den Einbrechern das Leben schwerer machen.“