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Der BDS - Partner der Selbständigen

Noch mehr als eine Rechnung offen


Die Insolvenz des Nürburgrings hat nicht nur für den Steuerzahler gravierende Auswirkungen. Viele Handwerksbetriebe und Dienstleister, die am Ring gearbeitet haben, warten bis heute auf ihr Geld. Die Landesregierung versucht nun scheinbar ihre Ansprüche als Hauptgläubiger mit den Ansprüchen der Handwerker gleichzustellen. Dabei hatte die Landesregierung bisher stets erklärt, dass die beauftragten Unternehmen ihr Geld auf jeden Fall erhalten sollen. Der Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. fordert die Landesregierung auf, die Forderungen der Handwerksbetriebe und Dienstleistungsfirmen weiterhin als vorrangig zu betrachten und auf eine zügige Begleichung der ausstehenden Rechnungen zu drängen.

Auf 613 Millionen Euro belaufen sich die Forderungen an den Nürburgring, davon entfallen rund 20 Millionen Euro auf offene Rechnungen bei Handwerkern und Dienstleitungsbetrieben. „Dass der Staat kein guter Unternehmer ist, hat der Fall Nürburgring einmal mehr eindrucksvoll gezeigt. Dass der Staat aber auch ein schlechter Schuldner ist, das ist nicht hinzunehmen. Für die Unternehmen die auf ihr Geld warten, geht es um die Existenz. Das ist eine finanzielle aber auch eine psychische Belastung für die betroffenen Unternehmer und Mitarbeiter“, sagt Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V.  Es dürfe nicht sein, dass die Firmen massive Einbußen erleiden weil die Politik falsche Entscheidungen getroffen habe, sagt die Selbständigen-Präsidentin. „Die Betriebe haben ihren Teil der Verträge erfüllt und gute Arbeit geleistet. Ich erwarte von Frau Lemke und Herrn Lewentz, dass sie sich des Problems direkt annehmen und eine schnelle Lösung herbeiführen. Die politischen Fehler dürfen nicht auf dem Rücken der Betriebe ausgetragen werden“, so Gatterer weiter.