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Der BDS - Partner der Selbständigen

Faire Auftragsvergabe trotz Zeitdrucks


Die Unterbringung der Flüchtlinge stellt die Städte und Gemeinden vor große Aufgaben. Die Kommunen müssen schnell reagieren wenn es um die Renovierung und Einrichtung von Wohnraum für Flüchtlinge geht. Der Bund der Selbständigen befürchtet, dass unter dem Zeitdruck die gerechte Vergabe von Aufträgen leiden könnte. Der BDS fordert die Kommunen auf auch kleine Betriebe bei der Auftragsvergabe zu berücksichtigen.

Der aktuelle Zustrom von Flüchtlingen ist eine Chance für die regionale Wirtschaft. Es kommen potenzielle Fachkräfte nach Rheinland-Pfalz und die öffentliche Hand hat einen gesteigerten Bedarf an Handwerksleistungen und Dienstleistungen rund um die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge. Dabei sind die benötigten Produkte und Dienstleistungen sehr vielfältig. Es beginnt bei der Ausstattung der Aufnahmelager mit Hygieneartikel über das Catering bis hin zur Ausstattung der Räume mit Betten und Möbeln.
„Wir beobachten mit Sorge, dass die Kommunen auf Grund des Zeitdrucks bei den regionalen Unternehmen gar nicht mehr anfragen, sondern direkt auf bekannte Großkonzerne zurückgreifen. Wenn die Kommune die Betten für die Flüchtlinge nicht von der regionalen Wirtschaft bezieht sondern beispielsweise von einem großen Möbelhaus dann läuft etwas falsch. Wir haben großes Verständnis dafür, dass die Kommunen unter Zeitdruck stehen. Allerdings darf darunter nicht der Wettbewerb leiden. Am Ende sind es die regionalen Betriebe, die den Flüchtlingen die Arbeitsplätze bieten und sie integrieren. Es kann nicht so sein, dass das öffentliche Geld an die Großkonzerne geht und die lokalen Betriebe am Ende leer ausgehen. Wir fordern die Kommunen auf bei der Auftragsvergabe auf einen fairen Wettbewerb zu achten und die lokalen Firmen anzusprechen und einzubeziehen“, sagt Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V.