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Der BDS - Partner der Selbständigen

Ein Arbeitszeitgesetz für das 21. Jahrhundert


Der Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. (BDS) spricht sich für eine Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes aus. Das bisherige Modell des Acht-Stunden-Tages sei nicht mehr zeitgemäß, so BDS Präsidentin Liliana Gatterer. Auch die Ruhezeit von elf Stunden steht dem flexiblen Arbeiten im Weg.

„Die aktuelle Gesetzeslage spiegelt die Realität vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht mehr wider. Nehmen Sie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Eine berufstätige Mutter kommt morgens um 9 Uhr ins Büro. Sie verlässt das Büro um 16 Uhr um ihr Kind abzuholen und checkt nachdem das Kind um 20 Uhr im Bett ist nochmal ihre E-Mails. Das ist schon ein Verstoß gegen die Ruhezeit von elf Stunden, wenn sie wie gewohnt am nächsten Morgen um 9 Uhr anfängt zu arbeiten. Alleine dieses Beispiel zeigt wie abwegig diese Regelung ist“, beschreibt BDS Präsidentin Liliana Gatterer die Auswirkungen des Gesetzes.

Die Regelarbeitszeit von acht Stunden und die Höchstarbeitszeit von zehn Stunden sei vor allem in vielen Dienstleistungsbetrieben und der Gastronomie ein Problem, so Gatterer. „Wenn die Hochzeitsgesellschaft anstatt wie geplant um 3 Uhr erst um 4 Uhr morgens geht und die Servicekräfte deshalb ihre zehn Stunden Arbeitszeit überschreiten, stehen Sie als Unternehmer schon mit einem Bein vor Gericht“, erklärt Gatterer. Anstelle der starren Regelung könne man einen wöchentlichen Arbeitszeitrahmen setzen, der dann individuell gestaltet werden könne, so Gatterer.

Es gehe nicht darum die Arbeitnehmer stärker zu belasten sondern vielmehr darum auf die vielen verschiedenen Bedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. „Wir brauchen endlich ein Arbeitszeitgesetz für das 21. Jahrhundert. Die Koalitionsverhandlungen sind ein guter Zeitpunkt sich dieses Themas anzunehmen“, sagt die BDS Präsidentin.