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Selbständige gegen Vollsperrung der Salierbrücke


Die Salierbrücke in Speyer ist eine der wichtigsten Verkehrsadern in der Metropolregion Rhein-Neckar. Nun muss die in die Jahre gekommene Brücke saniert werden. Das Regierungspräsidium Karlsruhe als zuständige Planungsbehörde will die Brücke während der Sanierung für 20 Monate sperren.

Der Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. lehnt die Sperrung entschieden ab und fordert eine alternative Lösung.Aus Sicht der Wirtschaft ist die komplette Sperrung der Salierbrücke eine Katastrophe. Auch für Schülerinnen und Schüler ist die Sperrung der Brücke schlecht. Mehrere Speyerer Schulen verzeichnen bereits einen Rückgang der Anmeldungen für das neue Schuljahr aus dem Badischen.

Deshalb macht sich der Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland e.V. für eine Alternative stark.
„Zumindest eine Fahrspur muss während der Sanierungsphase befahrbar sein. Diese Fahrspur könnte man dann nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, Rettungskräfte und Schulbusse öffnen. Damit könnten die meisten Selbständigen, ihre Mitarbeiter und Kunden sowie die Schulkinder die Verbindung nutzen. Durch die Sperrung für LKW würde man das Verkehrsaufkommen reduzieren, was zu weniger Staus führen würde“, schlägt Liliana Gatterer, Vorsitzende des BDS Rheinland-Pfalz und Saarland e.V., vor.
Die jetzige Problematik sei auch eine direkte Folge der Kommunalpolitik, so Gatterer. „Wir haben in Speyer in den letzten Jahren mehrere Ansiedlungen aus dem Logistikbereich gehabt. Dann darf sich niemand wundern, wenn die LKWs unsere Straßen verstopfen. Schon ohne Sperrung der Salierbrücke haben wir enorme Verkehrsprobleme in und um Speyer. Ein wichtiger Teil einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik ist auch eine kluge Verkehrspolitik. Hier gibt es sicherlich noch Verbesserungspotenziale“, sagt die BDS-Vorsitzende.

Auch die Informationspolitik hält der Bund der Selbständigen für verbesserungswürdig. Der Sanierungsbedarf der Brücke ist ja nicht vom Himmel gefallen sondern man weiß schon seit mindestens zwei Jahren, dass es eine Sanierung geben muss. Man hätte von Anfang an einen runden Tisch mit Politik, Planungsbehörden, Schulen, Rettungsdiensten und der Wirtschaft veranstalten sollen um über Alternativen zu diskutieren. Anstatt dessen bekommen wir eine fertige Entscheidung vorgelegt und es heißt es gäbe keine Alternativen. Mit dieser Art Politik zu machen sind wir nicht einverstanden“, sagt Gatterer mit Blick auf den politischen Entscheidungsprozess.
Langfristig plädiert der BdS dafür über eine neue Brücke nachzudenken. Diese könne man direkt vierspurig bauen und so dem wachsenden Verkehr Rechnung tragen.