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Der BDS - Partner der Selbständigen

Deutsches Handwerk in Gefahr


Foto: Rainer Sturm / pixelio.deDie Pläne der EU-Kommission die Berufszugangsregeln im Handwerk abzubauen stößt auf Gegenwehr aus Deutschland. Die Handwerker sehen das duale Ausbildungssystem und die hohe Qualität des deutschen Handwerks in Gefahr, wenn Menschen ohne ausreichende Qualifikation auf den Markt drängen.

„Wir kritisieren bereits seit einiger Zeit, dass in 53 Handwerksberufen jegliche Qualifikation abgeschafft wurde. Egal ob Sie jemals vorher etwas Handwerkliches gelernt haben, können Sie sich morgen als Fliesenleger oder Goldschmied eintragen lassen und mit dieser Bezeichnung zum Kunden gehen“, so Ralf Vowinkel, Vizepräsident des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland. Genau das drohe nun auch vielen anderen Handwerksberufen wie Schreinern oder Friseuren. Deswegen sei der Bund der Selbständigen erfreut, dass der Zentralverband des deutschen Handwerks sich für eine ausreichende Qualifikation in den Handwerksberufen stark mache, so Vowinkel weiter. Nur mit gut ausgebildeten Handwerkern ließen sich die hohe Qualität der Arbeiten sowie das duale Ausbildungssystem erhalten. 

„Das Handwerk genießt in der Bevölkerung ein hohes Vertrauen, das dürfen wir nicht leichtfertig verspielen“, warnt Vowinkel. „Deswegen laden wir alle Menschen denen das Handwerk am Herzen liegt ein, gemeinsam für das duale Ausbildungssystem und die hohe Qualität unserer Produkte zu kämpfen.“