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Energiepreise: Politik und Industrie gegen den Mittelstand


Die stetig steigenden Energiepreise sind für viele Menschen Grund zur Wut. Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU wird die Energiewende ein zentrales Thema sein. Es zeichnet sich ab, dass am Ende vor allem die Interessen der Großkonzerne Beachtung finden werden.

Kaum sitzen CDU und SPD gemeinsam am Verhandlungstisch wird deutlich: Quer durch alle Parteien wird der Schulterschluss mit der Großindustrie gesucht. Die Interessen des selbständigen Mittelstandes werden von der Politik mit Füßen getreten. 
„Wenn ich die Zeitung aufschlage und sehe wie die Spitzenpolitiker schon wieder Erleichterungen für die Industrie versprechen, bekomme ich ehrlich gesagt Bauchschmerzen“, sagt Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland.
„Es gibt hunderttausende Einzelhändler, die ihre Schaufenster beleuchten müssen. Es gibt hunderttausende Handwerker, die ihre Maschinen brauchen. Diese Betriebe, der Schreiner im Ort, das Schuhgeschäft in der Kleinstadt, das sind die Leistungsträger Deutschlands. Und diese Menschen werden immer weiter belastet“ so Gatterer weiter.
Die Selbständigen stünden voll hinter der Energiewende, sagt Gatterer. Allerdings sei das eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Während die Verbraucher und die kleinen Betriebe die Zeche zahlen, sichern sich die großen Konzerne immer neue Erleichterungen.
„Die Innenstädte sterben aus. Es gibt Gebiet in unserem Land, die vollkommen abgehängt sind. Die Jungen gehen weg, die Alten bleiben und zwar ohne Lebensmittelgeschäft oder eine Metzgerei. Die Politik muss sich diesen Realitäten stellen und nicht auf die Horrorszenarien der Großkonzerne hören“, sagt Gatterer.