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Der BDS - Partner der Selbständigen

Leitzins-Senkung: Keine positiven Effekte für den Mittelstand


Die Europäische Zentralbank (EZB) steht ein weiteres Mal vor der Senkung des Leitzinses. Bereits jetzt liegt der Leitzins mit 0,25 Prozent auf einem historischen Tiefstand. Experten halten eine Senkung auf bis zu 0,1 Prozent für möglich. Die EZB argumentiert, bei niedrigen Zinsen würden die Banken das Geld an die Wirtschaft verleihen und so das Wachstum des Landes fördern. Eine Studie des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz und Saarland zeigt jedoch, dass dieser Effekt in der Vergangenheit nicht funktioniert hat.

Auf der Grundlage von Daten der Deutschen Bundesbank hat der Bund der Selbständigen die Entwicklung der Kreditvergabe an Selbständige für die Jahre 2012 und 2013 in Rheinland-Pfalz betrachtet. Auffällig sei, so die Präsidentin des BDS, Liliana Gatterer, dass das Kreditvolumen über die beiden Jahre relativ konstant zwischen 16, 7 und 17, 7 Milliarden lag.  Dabei wurde in dieser Zeit der europäische Leitzins dreimal gesenkt. Im Juli 2012 sank der Leitzins von 1 Prozent auf 0,75 Prozent. Im Mai 2013 dann auf 0,5 Prozent und schließlich im November 2013 auf den aktuellen Stand von 0,25 Prozent. Folgt man der Logik der Europäischen Zentralbank, dann müsste das Kreditvolumen stetig steigen, schließlich fielen die Leitzinsen. 
„Die Banken geben die niedrigen Zinsen nicht an die kleinen und mittleren Unternehmen weiter. Es ist Finanzierungsbedarf da, doch an Kredite zu kommen ist für viele Unternehmen sehr schwierig. Das Einzige was diese Niedrigzinspolitik zu Folge hat ist, das die Sparer an Geld verlieren. Für den Mittelstand in Rheinland-Pfalz hatten die Senkungen der Leitzinsen keinen positiven Effekt“, so die Präsidentin des Bund der Selbständigen.