Unternehmen leiden unter längerer Brückensperrung

2019-11-29T11:59:28+01:0029. November 2019|BdS Römerberg-Speyer e.V.|

Mit großem Bedauern hat der Bund der Selbständigen Römerberg-Speyer e.V. die Meldung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über die Verlängerung der Sanierungszeit der Salierbrücke zur Kenntnis genommen. Das Regierungspräsidium hatte verkündet, dass sich der Abschluss der Bauarbeiten an der Salierbrücke bis ins Frühjahr 2022 verzögern werde. Der BdS kritisiert sowohl die Kommunikation des Regierungspräsidiums Karlsruhe als auch die mangelhafte Planung im Vorfeld.

Aus der Zeitung habe sie erfahren, dass die Sanierung der Salierbrücke sich verzögere, sagt die erste Vorsitzende des BdS Römerberg-Speyer e.V., Liliana Gatterer. Das lasse nur den Schluss zu, dass das Regierungspräsidium nicht um einen Dialog mit den Betroffenen bemüht sei und für die Sorgen der Unternehmen in Speyer kein Ohr habe, so Gatterer weiter. Der BdS und die Speyerer Wirtschaft hätten sich immer dialogbereit gezeigt, das Regierungspräsidium habe diesen Dialog jedoch nie aufgenommen, sagt die erste Vorsitzende des BdS.

Nach der Entdeckung einer Schadstoffbelastung im Beton und weiteren Problemen, verlängert sich die Zeit für die Sanierung um ein Drittel. Eine Verzögerung, die nach der Ansicht des BdS hätte vermieden werden können.

„Bereits 1977 war die Salierbrücke für eine Komplettsanierung gesperrt. Aus dieser Zeit müssen Aufzeichnungen vorliegen. Außerdem hätte man bereits vor der Sperrung entsprechende Untersuchungen am Beton durchführen müssen um nicht von Schadstoffbelastungen überrascht zu werden“, sagt Liliana Gatterer.

„Der Bau der Salierbrücke in den fünfziger Jahren hat von der Vergabe bis zur Übergabe weniger als drei Jahre gedauert. Heute, 60 Jahre später, dauert eine Sanierung drei Jahre. Das ist für mich vollkommen unverständlich“, so Gatterer.

Für die lokale Wirtschaft ist die Verlängerung der Sanierungszeit eine schlechte Nachricht.
„Unsere Mitgliedsbetriebe melden uns, dass ihre Stammkundschaft zwar weitestgehend erhalten bleibt, dass gelegentliche Besucher von der badischen Seite jedoch weniger werden. Mit jedem Tag, den die Brücke länger gesperrt bleibt, besteht die Gefahr, dass sich die Menschen von der badischen Seite umorientieren und die Speyerer Unternehmen langfristig Umsätze verlieren. Außerdem bedeutet die Verlängerung der Sperrung auch für die Mitarbeiter unserer Betriebe eine weitere Belastung. Die Staus kosten Zeit und belasten die Umwelt“, beschreibt Gatterer die Folgen der Sanierung der Salierbrücke.