Salierbrücke Speyer: BDS übergibt Forderungen an Regierungspräsidium Karlsruhe

2020-01-30T12:13:50+01:0030. Januar 2020|BdS Römerberg-Speyer e.V.|

Bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur Sperrung der Salierbrücke in Speyer übergab BDS Präsidentin Liliana Gatterer einen Brief mit den Forderungen der Selbständigen an die zuständige Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder. Als Vertreter der Selbständigen aus Rheinland-Pfalz und speziell der Selbständigen aus Speyer und Umgebung machen der Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz & Saarland e.V. und der BdS Römerberg-Speyer e.V. auf die Probleme aufmerksam und fordert eine zügige Sanierung der Brücke.

Bereits seit über einem Jahr ist die Salierbrücke und damit eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Region gesperrt. Die Wirtschaft der Region ist jedoch auf funktionstüchtige und sichere Verkehrswege angewiesen. Deshalb steht der BDS der Sanierung von Brücken, gerade wenn sie in einem derart schlechten Zustand wie die Salierbrücke sind, grundsätzlich positiv gegenüber.

Deshalb hat der BDS nach der Bekanntgabe der bevorstehenden Brückensperrung nicht etwa den Kopf in den Sand gesteckt sondern direkt mit entsprechenden Maßnahmen begonnen. Mit zahlreichen Unternehmerinnen und Unternehmern hat der BDS ein Konzept ausgearbeitet, wie die Umsatzeinbußen möglichst gering gehalten und der Wirtschaftsstandort Speyer weiter attraktiv gestaltet werden kann.

Diesen Planungen lag jedoch immer zu Grunde, dass die Sperrung zwei Jahre dauert, was gerade für kleine Unternehmen eine sehr lange Zeit ist, die überbrückt werden muss.
Für die nun verkündete Verlängerung der Sperrung hat der BDS kein Verständnis. Die Verlängerung der Sperrung bedroht Existenzen!

Die Speyerer Einzelhandelsunternehmen verzeichnen Umsatzrückgänge und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Speyerer Firmen müssen durch Staus und lange Umfahrungen lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Neue Mitarbeitende zu finden, wird durch die gesperrte Salierbrücke noch schwieriger. Auch für die Firmen aus Baden-Württemberg ergeben sich zahlreiche Probleme, da Kunden aus der Pfalz ausbleiben und Pendler längere Anfahrtswege zur Arbeit auf sich nehmen müssen.

Für die Schulkinder bedeutet die Sperrung der Salierbrücke ebenfalls massive Einschränkungen. Sowohl bei der Gestaltung von Freistunden und Mittagspausen als auch bei der An- und Abreise zur jeweiligen Schule, ist die gesperrte Salierbrücke ein großes Problem.

Außerdem produziert jeder Tag, den die Brücke gesperrt ist, unnötig viel CO². Eine Fahrt von Altlußheim nach Speyer ist heute dreimal so weit wie mit der Salierbrücke, rund 21 anstatt 7 Kilometer. Selbst wenn die rund 28.000 Fahrzeuge, die vor der Sperrung täglich die Salierbrücke genutzt haben, nur 10 Kilometer Umweg fahren müssen, ergibt sich eine Mehrbelastung von mehr als 33 Tonnen Co² am Tag. Das sind über 12.000 Tonnen im Jahr. Die Verlängerung der Sperrung ist also nicht nur schlecht für die Wirtschaft sondern auch für die Umwelt.

Deshalb fordert der BDS das Regierungspräsidium auf Alles zu unternehmen um die Sanierung der Salierbrücke zu beschleunigen. Außerdem ist eine umfassende, transparente Kommunikation durch das Regierungspräsidium gegenüber der Stadt Speyer und der lokalen Wirtschaft notwendig.

Dabei sind für den BDS unter anderem folgenden Fragen entscheidend, die öffentlich beantwortet werden müssen.

  1. Wann erfuhr das Regierungspräsidium von der Notwendigkeit der Verlängerung der Sanierungszeit und wann wurde die Öffentlichkeit darüber informiert?
  2. Nach welchen Kriterien wurde die Firma ausgewählt, die die Sanierung durchführt? Welche Rolle haben dabei die Möglichkeit von Nacht- und Wochenendarbeit gespielt?
  3. Weshalb wurden nicht schon vor der Sperrung der Brücke Erkundungsmaßnahmen durchgeführt, die eine mögliche Schadstoffbelastung aufgedeckt hätten?
  4. Wieso wurden die Fahrrad- und Fußwege nicht von Beginn an ausreichend beleuchtet? Ist diese Beleuchtung mittlerweile hergestellt?
  5. Welche Maßnahmen ergreift das Regierungspräsidium Karlsruhe um die geplante Wiedereröffnung der Salierbrücke im Jahr 2021 doch noch realisieren zu können?

Die Menschen in der Region haben ein Recht auf Antworten auf diese drängenden Fragen.