Die Bundesregierung plant, die Ticketsteuer für Flüge ab dem 1. Juli 2026 zu senken, um den Luftverkehr günstiger zu machen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

Der umweltfreundliche Busverkehr wird dagegen weiterhin mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent belastet, während der Schienenfernverkehr von einem reduzierten Satz profitiert und internationale Flüge sogar vollständig von der Steuer befreit sind.

Dies ist ein klimapolitisch widersprüchliches Signal: Klimafreundliche Verkehrsträger wie Busse werden benachteiligt, obwohl sie deutlich niedrigere Emissionen pro Fahrgastkilometer aufweisen. Um nachhaltige Mobilität zu fördern und faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen muss ein reduzierter Mehrwertsteuersatz auch für Busreisen gelten, vergleichbar mit der Bahn und in Übereinstimmung mit der Praxis vieler EU-Staaten. Ohne diese Korrektur wird ein zentraler, emissionsarmer Verkehrsträger finanziell benachteiligt und der Ausbau umweltfreundlicher Mobilität erschwert.

 

Quelle: Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo) e.V.