Illegales Glücksspiel ist längst kein Randproblem mehr. Es gefährdet den Verbraucherschutz, belastet Polizei und Ordnungsbehörden und schafft erhebliche Wettbewerbsnachteile für Unternehmen, die sich an die gesetzlichen Vorgaben halten. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW) fordern deshalb in einem gemeinsamen Positionspapier ein konsequenteres Vorgehen gegen den Schwarzmarkt.

 

Aus Sicht des BDS Rheinland-Pfalz & Saarland e.V. ist dabei vor allem entscheidend:

Wer illegale Strukturen wirksam zurückdrängen will, muss den Vollzug stärken und zugleich den legalen Markt funktionsfähig halten. Polizei, Ordnungs- und Aufsichtsbehörden benötigen dafür ausreichende personelle und technische Ressourcen sowie eine bessere Zusammenarbeit. Spezialisierte Ermittlungsstrukturen und gemeinsame Kontrollen können helfen, illegale Anbieter und die dahinterstehenden kriminellen Strukturen gezielter zu verfolgen.

Gleichzeitig darf Regulierung nicht dazu führen, dass legale und kontrollierte Angebote zunehmend unattraktiv oder schwer zugänglich werden. Die Regeln müssen wirksam, verhältnismäßig, wissenschaftlich fundiert und praxistauglich sein. Nur ein attraktives und nachfragegerechtes legales Angebot kann seine Kanalisierungsfunktion erfüllen und Verbraucher vom unkontrollierten Schwarzmarkt fernhalten.

Jugend- und Verbraucherschutz bleiben dabei unverzichtbar. Systeme wie OASIS, verpflichtende Kontrollen und weitere Schutzmechanismen schaffen im legalen Markt Standards, die es bei illegalen Angeboten nicht gibt. Prävention und Schutz sollten deshalb dort gestärkt werden, wo sie nachweislich wirken, während unnötige bürokratische Belastungen für rechtstreue Unternehmen vermieden werden müssen.

Quelle: Deutsche Automatenwirtschaft e.V., Gewerkschaft der Polizei

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