Mit der Initiative „FAIRsorgt“ setzt sich Nordrhein-Westfalen für die Einführung eines gesetzlichen Mutterschutzes für Selbständige ein. Grundlage ist eine vom NRW-Wirtschaftsministerium geförderte Machbarkeitsstudie des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT) und des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn. Die Studie zeigt ein praxisnahes Modell auf, das eine pauschale Einmalzahlung zur Absicherung während der Mutterschutzfrist, eine optionale einkommensabhängige Aufstockung sowie finanzielle Unterstützung für betriebliche Vertretungen vorsieht. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Risiken einer Schwangerschaft für Selbständige zu reduzieren und die Vereinbarkeit von Familie und Selbständigkeit zu verbessern. Nordrhein-Westfalen will sich auf Bundesebene für eine zeitnahe gesetzliche Umsetzung des Modells einsetzen.

„Wir unterstützen dieses Vorhaben. Schon lange setzen wir uns zusammen mit dem Bündnis „Mutterschutz für Selbständige“ für selbständige Frauen ein, die sich entschlossen haben Mütter zu werden. Wir brauchen mehr Frauen, die den Weg in die Selbständigkeit wagen und ihre Innovationskraft einbringen. Das stärkt nicht nur ihre eigenen Betriebe, sondern den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland. Doch der fehlende gesetzliche Mutterschutz bremst Frauen aus. So riskieren sie ihre Existenzgrundlage oder können sich keine ausreichende Pause nehmen. Schwangerschaft darf kein unkalkulierbares Risiko sein. Mutterschutz für Selbständige ist Gesundheitsschutz, Chancengleichheit und Wirtschaftsförderung zugleich. Es ist gut, dass der Handlungsbedarf erkannt wurde – wir sind gespannt inwieweit sich auch die Bundesebene damit ausreichend beschäftigt,“ so Liliana Gatterer, Präsidentin des Bund der Selbständigen Rheinland-Pfalz & Saarland e.V.

 

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

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